"DATING-MUSE“ - Künstler daten

Shownotes

**Künstler:innen daten – das bedeutet romantische Atelier-Abende, aber auch die harte Realität: 72% der Kreativen haben Bindungsängste, 87% stellen ihre Kunst über die Beziehung und 58% erwarten, dass du ihre Werke kaufst…als Liebesbeweis! **

In dieser Folge nehmen wir die Dating-Welt der Kunst unter die Lupe: Pauline erzählt von ihrem Lockdown-Künstler-Drama, Paulita teilt ihre Erfahrungen und warum das Muse-Sein oft anstrengender ist als gedacht.

Die harten Fakten: Kunst bedeutet Hingabe, Unsicherheit und ein Leben zwischen Rausch und Selbstzweifel. Für viele ist die größte Liebesgeschichte eben die zur eigenen Arbeit – und das macht Beziehungen nicht leichter.

Spoiler: Wenn dein Date dich nur als Muse sieht und erwartet, dass du die Kunst finanziell unterstützt, dann lauf, so schnell du kannst! 🚩

**💌 Kommt in die Community (wohl eher eure lieblings Inspirationsquelle…) **Habt ihr auch schon Künstler:innen gedatet, die euch mehr als Inspiration anstatt als Mensch gesehen haben? Erzählt uns eure verrücktesten Stories, ob als Muse, Förder:in oder Beziehungs-Coach - auf Instagram @paulihoch2

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CREDITS:

PAULI²: SINGLE, N*TGElL & HOFFNUNGSLOS ROMANTISCH 🎙️ Ein Podcast von Paulita Pappel & Pauline Schmiechen 🎬 Produziert von Studio 36 😚 Aufgenommen im Hotel Provocateur Berlin 🤳 Social Media Content by Gesa Lugner ❤️ Danke an unseren Sponsoren JoyClub & Lustery Schau auf unsere Website und meldet euch für den Newsletter: https://www.paulihoch2.com/ Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/paulihoch2 💔 An unsere Ex-Dates: Sorry not sorry – und danke fürs Drama. Ohne euch kein Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:03: Das muss der Mann fürs Leben sein.

00:00:05: What am I doing here?

00:00:07: Am I crazy?

00:00:08: Da war ich schon hardbroken.

00:00:09: Ja, grinswertig.

00:00:10: Manchmal geht man nach Hause und denkt, oh shit.

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen bei Pauli Hochzwei, dem Podcast, in dem zwei Freundinnen mit scharfer Zunge und noch schärferen Stories über Liebe, Sex und Dating reden.

00:00:29: Ich bin Pauline, Ex-Model, Adult-Business-Unternehmerin, weiß Industrie-Konsultant und frisch geschieben.

00:00:38: Und ich bin Paulina, Porn-Regisseurin, Produzentin, Performerin, Pansexuell und Pervers.

00:00:44: Viren über alles, wo Skylist oder Ski läuft.

00:00:51: So, ich habe heute ein Thema mitgebracht, womit glaube ich schon viele von uns zu tun hatten.

00:00:58: Und zwar Künstlerdaten.

00:00:59: Deshalb heißt unsere Folge Dating News.

00:01:03: Oh je.

00:01:04: Schwieriges Thema.

00:01:06: Ja.

00:01:07: Ich habe ein paar Facts dazu mitgebracht.

00:01:09: Zweiundsiebzig Prozent der Kreativen haben ein unsicher vermeidenden Bindungsstil.

00:01:16: Ja.

00:01:16: Bei der

00:01:17: allgemeinen Bevölkerung sind es nur dreiundvierzig Prozent.

00:01:20: Oh wow, okay.

00:01:21: Also es

00:01:21: ist schon überdurchschnittlich hoch bei Künstlern.

00:01:24: Ja, macht Sinn.

00:01:26: Dann wird angegeben, dass ... ... der Künstler eine Partnerin als Inspirationsquelle suchen und nicht als gleichberechtigten Lebensgefährten.

00:01:37: Oh wow, hart.

00:01:38: Also

00:01:38: wirklich eine Muse suchen und kein Partner.

00:01:41: Das finde ich richtig traurig.

00:01:42: Das

00:01:43: finde ich richtig traurig.

00:01:44: Jetzt kommt noch was Schlimmeres.

00:01:45: Was kommt?

00:01:54: Ja, wobei?

00:01:56: Traurig?

00:01:58: Gut, aber man könnte sagen, viele... Also ich priorisiere manchmal meine Arbeit vor Partnerschaft.

00:02:05: Aber würdest du sagen, du machst das immer?

00:02:08: Nein, nicht immer.

00:02:09: Also ich glaube, die Frage ist für mich so, was heißt Priorisieren?

00:02:12: Das heißt es...

00:02:14: Ich glaube vor allem, dass der Partner sich nicht priorisiert fühlt.

00:02:17: Okay, das ist natürlich kacke.

00:02:19: Dann gibt es noch ein Fakt.

00:02:21: Und zwar das Durchschnittseinkommen von freischaffenden Künstlern ist tausend achthundert Euro im Monat.

00:02:27: Nette oder Brutte?

00:02:29: Das weiß ich nicht, aber es ist beides wenig, oder?

00:02:32: Relativ wenig.

00:02:33: Ja.

00:02:34: Ähm, sixty-eight Prozent der Beziehungskonflikte drehen sich um Geld.

00:02:39: Oh, interessant.

00:02:42: Es sind ja meistens, also es sind ja Freiberuflerinnen.

00:02:45: Also es ist ja kein regelmäßiges Einkommen, sondern variiert und das schafft ja immer prekäres Lebensgefühl.

00:02:54: Dann erwarten fifty- acht Prozent der Künstler, dass die Partnerinnen Werke von ihm kaufen.

00:03:01: Was?

00:03:02: Das verstehe ich nicht, wie.

00:03:03: Also die erwarten, dass die Partner

00:03:06: Kunst kaufen von sich, von

00:03:09: einem selber.

00:03:10: Ja, nee, das glaube ich nicht.

00:03:12: Das glaub

00:03:13: ich total.

00:03:14: Kann ich in meiner Geschichte noch mal drauf zurückkommen.

00:03:17: Das macht doch keinen Sinn.

00:03:18: Man schenkt doch dann ein Berg, oder?

00:03:20: Das

00:03:20: würde ich als Partner erwarten, der einen Künstler datet.

00:03:23: Das finde ich auch total romantisch.

00:03:27: Ist aber nicht so.

00:03:28: Dann gibt es noch einen Fakt, den ich auch spannend finde.

00:03:31: Partnerinnen mit Festanstellung werden in seventy- acht Prozent der Fälle im Künstlerinnen-Umfeld abgewertet.

00:03:39: Interessante, von wegen ist es nicht cool genug.

00:03:42: So langweilig und safe.

00:03:44: Okay, interessant.

00:03:45: Vielleicht

00:03:46: am Ende dann auch Neid, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht gut ankommt.

00:03:50: Ja.

00:03:50: Aber ich glaub, das ist nicht nur bei ... Ich glaub, es ... Na, wo wollte ich überlegen?

00:03:56: Ich glaub, es gibt andere Subkulturen, wo so eine, ich sag jetzt mal, eine sichere, solide Festeinstellung, als jetzt nicht so cool gesehen wird, ne?

00:04:06: Ja.

00:04:09: Und warum ich dieses Thema ausgesucht hab, ist ... Ich habe meinen Künstler gedatet, relativ lange.

00:04:16: Und das ist eigentlich so eine tolle Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben.

00:04:20: Dass ich immer dachte, das muss der Mann fürs Leben sein, weil es ist einfach mit das romantisch so irgendwie, was mir so passiert ist.

00:04:26: Wow,

00:04:26: das ist wirklich viel gesagt.

00:04:28: Berlin

00:04:28: romantisch, aber... Und zwar haben alle Frauen in meiner Familie eine Vespa.

00:04:36: Wir lieben Vespa fahren.

00:04:38: Und meine Schwester wollte dann auch eine.

00:04:40: Und sie wollte eine Rosanne unbedingt.

00:04:42: Wir haben bei kleinen Zeigen eine gefunden.

00:04:45: Genau die, die sie haben wollte.

00:04:46: Dann sind wir nach Schmagendorf gefahren.

00:04:48: Schmagendorf

00:04:49: klingt gefährlich.

00:04:50: Ich weiß

00:04:50: auch gar nicht mehr, wo das liegt.

00:04:52: Wir sind dahin gefahren, um diese Vespa anzugucken und zu kaufen, im besten Fall.

00:04:57: Und dann kommen wir da an und das ist so eine Großbäckerei, wo die so für ganz viele Backshops die ganzen Brötchen groß backen und dann kommen die in so LKWs rein und dann werden wir zu den Bäckereien gefahren.

00:05:08: Wir fanden es so ein bisschen gruselig, aber wir hatten ein Kumpel dabei, der sich auskennt mit Motoren und so, der wollte dann nie verspaar abchecken, ob die auch wirklich okay ist zu kaufen.

00:05:17: Deshalb waren wir nicht nur zu zweit.

00:05:19: Und dann mussten wir klingen über dieser Großbäckerei in dem Gebäude.

00:05:25: war dann so ein Klingelschild und da mussten wir klingeln.

00:05:27: Und dann geht jemand ran und sagt so, ja, kommt doch erst mal hoch.

00:05:30: Und wir so, auf keinen Fall kommen wir hoch, du kommst runter.

00:05:33: Weil der Roller steht ja auch irgendwo unten.

00:05:36: Weil irgendwie das merkwürdige Setting, irgendwie ein komischer Ort einfach.

00:05:39: Und dann ist er runtergekommen.

00:05:41: Und dann haben wir ihn gesehen und wir waren sofort so, ah, okay, er ist einfach nur ein irgendwie der Künstler.

00:05:47: Und nicht gruselig wirklich.

00:05:48: Wie soll er denn aus?

00:05:50: Das sind so Streut.

00:05:52: bisschen blondierte Haare, überall Farbflecken, Klischee, Künstler.

00:05:57: Also so richtig maler, klassischer Künstler.

00:05:59: Ja.

00:06:00: Okay.

00:06:01: Und dann hat er uns den Roller gezeigt, meine Schwester ist Probe gefahren über diesen Backparkplatz, zwischen diesen LKWs.

00:06:08: Dann meinte er so, jetzt kommt er aber mit hoch.

00:06:10: Und wir waren immer so, warum will er eigentlich, dass wir die ganze Zeit mit hochkommen?

00:06:13: Aber er wollte uns anscheinend unbedingt sein Atelier und seine Werke und so zeigen.

00:06:17: Und er meinte, wir gehen jetzt hoch und dann verhandeln wir über den Roller.

00:06:21: Endlich hat er Besuch.

00:06:23: Ich war drauf.

00:06:25: Und dann saßen wir an so einem ganz großen Tisch.

00:06:27: Er hat uns erst mal Bilder gezeigt, vorgeführt.

00:06:29: Was seht ihr hier?

00:06:31: Fotos gezeigt.

00:06:32: Tolle, tolles Atelier, riesiger Raum über dieser Bäckerei, hell, ganz viel.

00:06:37: Farben, also wirklich schöner Ort.

00:06:40: Und dann saßen wir in diesem ganz langen Tisch eher auf einer Seite und wir drei auf der anderen.

00:06:44: Wir saßen uns so gegenüber und dazwischen waren aber so zwei Meter, weil der Tisch war so lang.

00:06:49: Und dann ging es ums Verhandeln.

00:06:51: Und dann war er so, was wollt ihr denn dafür ausgeben?

00:06:54: für den pinken Roller?

00:06:55: Ist ja schon seltener Roller.

00:06:57: Und dann meinten wir alle, na ja, maximal, tausend, siebenhundert.

00:07:01: Der ist ja schon gefahren.

00:07:03: und dann hat er jeden von uns gefragt, und was sagst du?

00:07:07: Und dann, ja, auch aus, tausend, siebenhundert.

00:07:09: Und er meinte er so am Ende, na ja, dann ist es jetzt drei gegen ein.

00:07:13: Dann kriegt ihr den für tausend, siebenhundert.

00:07:16: Ich war kein weirter Typ.

00:07:17: Das war die Verhandlung.

00:07:18: Dann haben wir den Roller mitgenommen, haben bezahlt.

00:07:21: Mein Schwester war glücklich.

00:07:23: Und wir haben nicht zwei von ihm gehört.

00:07:27: Und ein Jahr später saß ich in Charlottenburg in der Kanne Straße und er läuft vorbei.

00:07:32: Und ich sofort so, dass es dieser wehre Typ, der uns den Roller verkauft hat.

00:07:36: Und er hat auch gewunken, dann lange wieder nichts.

00:07:39: Ah,

00:07:40: da hat er gar nicht miteinander gesprochen.

00:07:41: Nein, nur gewunken.

00:07:44: Aber wir haben uns noch erkannt.

00:07:46: Aber nach so einer komischen Aktion ist es auch schwer, jemanden zu vergessen.

00:07:50: Und dann kam Corona.

00:07:53: Und es gab diesen einen Abend, wo ... Alles noch aufhatte und man wusste am nächsten Tag, kam die Restaurants zu.

00:07:59: Das war der letzte Abend und der war ganz merkwürdig, glaube ich, für alle, weil alle noch mal was gemacht haben.

00:08:05: Und ich war eingeladen bei so einem Album-Release von den Pianisten im Grill Royal.

00:08:09: Und ich war so, ja, letzter Abend.

00:08:11: Ich fahre jetzt mit dem Taxi dahin und unterhalb mich noch mal mit Menschen und kann ein Cocktail-Bestellen, der mir gebracht wird.

00:08:18: Und dann komme ich da rein, kriege einen Platz zugewiesen.

00:08:22: Wer kommt vom Klo und sitzt neben mir, der Rollerkünstler?

00:08:25: Typ.

00:08:25: Nicht wahr?

00:08:26: Wirklich?

00:08:27: Und ich so, wir haben mal bei dir einen Roller gekauft vor zweieinhalb Jahren und er so.

00:08:31: Das waren mittlerweile zweieinhalb Jahre?

00:08:32: Ja.

00:08:32: Wow.

00:08:33: Ja.

00:08:34: Und wir haben uns total gut verstanden.

00:08:37: Wir haben uns ganz, ganz viel unterhalten.

00:08:41: Er hat total begeistert, damit habe ich japanisch gelernt.

00:08:43: Das fand er ganz, ganz toll.

00:08:46: Dann war es aber so eine komische Dynamik durch diesen letzten Abend vor Lockdown und wir haben beschlossen, wir gehen zusammen nach Hause.

00:08:55: Okay.

00:08:55: Aber

00:08:55: wir wollten, an diesem Tisch saßen sehr, sehr viele Leute, so ein bisschen Beprominanz in Berlin.

00:09:01: Es war so ein Happening.

00:09:03: Wir wollten jetzt nicht so, hey, wir hauen rein und gehen zusammen nach Hause vor diesen dreißig Leuten.

00:09:10: Deshalb haben wir gesagt, okay, er sagt jetzt Tschüss, wartet oben an den Treppen beim Grill.

00:09:16: Und ich trink meinen Cocktail noch aus, gehe dann fünf Minuten später an den Treffen uns oben.

00:09:23: Ich hab mir auch so gemacht.

00:09:25: Er hat mich mitgenommen in seine Wohnung.

00:09:28: Tolle Wohnung.

00:09:30: In Mitte.

00:09:30: Wir waren zu Fuß.

00:09:32: Und dann hat er gesagt, wollen wir Baden gehen?

00:09:35: Ich so, ja klar gehen wir in die Badewanne.

00:09:38: Er meinte Sekunde, setze ich mal auf die Terrasse und dann, ich sage dir dann Bescheid.

00:09:42: Und dann hat er so tausende Kerzen aufgebaut um die Badewanne rum.

00:09:45: Und wir haben so Rotwein in der Badewanne getrunken.

00:09:49: Es war irgendwie schön.

00:09:50: Das hat mir total gut gefallen.

00:09:53: Das ist sehr romantisch, auf jeden Fall.

00:09:55: Und wir haben dann auch angefangen uns zu daten während Corona, weil es war so ein bisschen, das Momentum war so, du bist jetzt stark mit der Person, weil jetzt ist Lockdown, du wirst nie wieder jemanden kennenlernen.

00:10:06: Jetzt ist der,

00:10:08: jetzt schnell zugreifen.

00:10:09: Ja, jetzt sind wir zusammen für die Zeit.

00:10:11: Mal gucken, ob er mal wieder raus darf.

00:10:13: Und ich habe ihn dann auch wirklich länger gedatet, ein paar Monate.

00:10:18: Und... Ich will nie wieder ein Künstlerdaten danach, muss ich sagen, weil ich hab das Gefühl, er hat immer seine Werke priorisiert.

00:10:26: Er wollte immer, dass ich seine Künste kaufe.

00:10:29: Echt?

00:10:30: Und ich hab mich eher gefühlt wie eine Muse und nicht wie einen Partner.

00:10:34: Okay, krass.

00:10:35: Ich war unfassbar verliebt in ihm und er wusste das auch.

00:10:37: Und ich hab mich ein bisschen ausgenutzt gefühlt von ihm in der Situation.

00:10:42: Vielleicht hätte ich stärker sein müssen und das beenden müssen, aber ich war einfach so verknallt.

00:10:46: Und du hattest nicht das Gefühl, dass er ... So verknallt sie sich, war die du in ihnen.

00:10:51: Aber okay, ich finde das immer noch bezahlbar mit ihm, dass man denkt, dass die Partnerin irgendwie die Werke kauft.

00:10:56: Ich finde das so komisch.

00:10:58: Aber was machst du denn genau mit?

00:10:59: Er hat die Werke priorisiert, also so zeitmäßig, dass er gesagt hat, ich muss jetzt Zeit mit meinen Kunst verbringen.

00:11:08: Wie hat sich das gezeigt im Praktischen?

00:11:13: Ich meine, wir haben dann das Verkowit.

00:11:15: Ich habe dann auch oft dort gearbeitet, weil es auch einfach so eine tolle Wohnung war, so ein Riesenwohnung.

00:11:19: Aber dann war es auch immer so, hm...

00:11:21: Also die Wohnung, mit der krieg man nicht mehr in den Tausend und Achtundund Euro.

00:11:24: Nein,

00:11:25: okay.

00:11:27: Der Verkauf ganz gut.

00:11:29: Er hat teilweise gesagt, ich störe seinen kreativen Prozess und bin in seinem Workflow.

00:11:34: Und ich soll mich hoch in die Galerie setzen mit meinem Laptop, damit er dann frei ist.

00:11:39: Aber gleichzeitig warst du dann doch so eine Muse.

00:11:42: Wie sah das aus?

00:11:44: Nach seinen Regeln und nicht nach meinen Regeln.

00:11:48: Und am Ende habe ich es irgendwann geschafft, den Absprung zu schaffen von ihm.

00:11:53: Wie denn?

00:11:54: Kompletter Kontaktabbruch.

00:11:56: Alle in meinem Umfeld wussten, es tut mir nicht gut.

00:11:59: Ich war mit ihm zusammen irgendwie, aber ich war trotzdem hardbroken die ganze Zeit.

00:12:05: Es hat sich nicht gut angeführt, wenn man Partner hat, wenn man ja auch, wenn man sich nicht sieht.

00:12:09: dass man an den denkt und irgendwie lächelt und aber das war es war einfach hat sich einfach schrecklich angefühlt.

00:12:16: Ich habe einen kompletten Kontaktabbruch gemacht.

00:12:19: Über Jahre, ich habe ihn überall blockiert.

00:12:24: Und inzwischen haben wir wieder Kontakt.

00:12:26: Wir hatten auch ein Rebound einmal, aber zu meinen Konditionen.

00:12:30: Das ist

00:12:30: jetzt inzwischen Jahre her und inzwischen bin ich nicht mehr verliebt in Ihnen.

00:12:34: Und jetzt habe ich so ein bisschen in der Hand, was irgendwie noch mal ein schönes Gefühl war.

00:12:40: Aber er fragt mich bis heute auch, ob ich seine Kunst kaufe.

00:12:42: Jedes Mal, manchmal telefonieren wir.

00:12:44: Er wohnt nicht mehr in Deutschland.

00:12:47: Und er sagt jedes Mal so, ja, bei dir im Job läuft auch so gut, kauf doch mal ein Bild.

00:12:52: Okay, sorry, ich komm, ich kann nicht.

00:12:54: Ich versteh, also, ich find das so, mir wär's so peinlich, zu sagen, es ist so zu betteln, dass jemand deine Kunst, ich mein, sorry, jetzt mach man das so.

00:13:01: Du bietest

00:13:02: immer Leuten an, du kriegst ein Gratiszugang, kannst hier mal meinen Porn angucken.

00:13:05: Genau das wollte ich sagen.

00:13:06: Ich sag immer, ich hab jedem irgendwie so, ja, willst du mal reinschauen?

00:13:09: Ja, sag mir deine E-Mail, ich schenk dir ein Abo.

00:13:12: So, ich meine... Gut, das ist jetzt natürlich kein ... Ja, das ist

00:13:15: jetzt kein ... Das

00:13:15: ist jetzt kein, weiß ich nicht, was wert.

00:13:19: Aber dennoch, ich meine was ... Okay, ich find das wirklich so weird.

00:13:22: Ja.

00:13:23: Das ist auch immer noch mal.

00:13:24: Ja.

00:13:27: Ich ... schwach.

00:13:28: Ich find's schwach.

00:13:29: Und gleichzeitig ... können wir jetzt halt sehr offen reden.

00:13:33: Und ich sag ihm auch, dass er absolut beziehungsunfähig ist und mit seiner Arbeit verheiratet ist.

00:13:37: Und er nimmt das inzwischen auch alles an.

00:13:40: Mir hat's geholfen, da ... Der Kontaktabbruch hat mir sehr doll geholfen, aber auch das jetzt nochmal mit ihm normaler zu kommunizieren und wirklich zu sagen, wie ich mich auch damit gefühlt habe.

00:13:50: Hast du das so ein bisschen verarbeitet jetzt zusammen?

00:13:53: Du konntest ihm deine Wahrheit sprechen.

00:13:55: Ja,

00:13:56: cool.

00:13:56: Jetzt will ich ihm nicht mehr nur gefallen, sondern sage ihm auch mal die Meinung.

00:14:00: Ja, wichtig.

00:14:01: Ich meine, es ist auch ein wichtiges Learning.

00:14:02: Ist du mir leid, dass es dir sonst so schlecht ging?

00:14:04: Das klingt wie geschehen.

00:14:06: Da war ich schon abbroken.

00:14:09: Nüsst du mir leidbaugieren?

00:14:10: Passiert.

00:14:11: Passiert.

00:14:11: Passiert.

00:14:12: Aber... Ja, aber irgendwie... Gut, dass du... Ich mein, ganz oft hat man schlechte Beziehungen oder Erfahrungen und dann... Und das bleibt dabei und man muss das mit sich selbst aushandeln.

00:14:23: Das ist schon auch nicht schlecht.

00:14:25: Also ich finde es eigentlich positiv, dass wir jetzt im Nachhinein, du noch die Chance hattest, dich auszutauschen darüber mit ihm, dass er das auch angenommen hat, so wie ich das verstehe.

00:14:34: Ja, ich war mir aber auch die ganze Zeit nicht sicher, ob ich das wirklich nochmal aufmachen soll, das Thema.

00:14:39: Weil man weiß nie, man denkt, man ist jetzt stärker, aber man ist nicht immer stark.

00:14:43: Manchmal geht man nach Hause und denkt, oh, shit, hätte ich das mal lieber nicht gemacht.

00:14:47: Ja, voll, ja.

00:14:49: Hast du denn schon mal Künstler gedatet oder Musiker?

00:14:53: Ja, ich glaube, ich hab alle... Ich mein, ich liebe in Berlin, zwanzig Jahre lang.

00:14:57: Eigentlich

00:14:57: sind alle hier Künstler.

00:14:58: Genau, ne?

00:14:59: Man kann nicht... Oder?

00:15:01: Es geht nicht ohne.

00:15:04: Aber so richtig, ich glaub... Also so ernsthafte Beziehungen, jetzt nicht unbedingt, obwohl Musiker doch, wird mir jetzt ein, aber da gab es andere, das stand, sag ich jetzt mal nicht so im Mittelpunkt, das gab andere Probleme.

00:15:19: Aber weißt du was, mir fällt eine Geschichte ein.

00:15:22: Das ist eine sehr alte Geschichte.

00:15:23: Das ist nicht nur eine Lange, bevor ich Pornos gemacht habe, bevor ich Poly war, bevor ich die Person war, die ich heute bin.

00:15:33: Da war ich noch siebzehn, glaube ich.

00:15:36: Das war, glaube ich, ja, vielleicht der erste Künstler, sagen wir so, den ich gedatet habe.

00:15:42: Es war spannend.

00:15:43: Es ist eine lustige Geschichte.

00:15:44: Ich war, ich war siebzehn, ich war noch im Madrid, ich bin ausgegangen eine Nacht, weil... Egal, ich bin ausgegangen, habe meine Freundin gepennt und bin dann so am Morgen danach so total verkartert in die Richtung U-Bahn gelaufen.

00:15:59: Und ich weiß noch, dass ich dachte, ach ich laufe ein bisschen, weil ich habe mir schwindelich eigentlich dachte, jetzt in die U-Bahn gehen, kommt sich gleich.

00:16:07: Und dann bin ich so gelaufen und ich bin an einer Bar, an den Schulen-Bahnen, in Tschöcke im Schulenbezirk in Madrid, vorbeigelaufen.

00:16:15: Und da standen zwei Typen, meines Empfindens damals nach sehr heißen Typen.

00:16:22: So vor der Bau und haben eine geraucht.

00:16:24: In einem vorbeigelaufen.

00:16:25: Und die haben so zu mir geguckt.

00:16:27: Und ich gucke ja immer, okay, das mache ich.

00:16:29: Ich gucke immer die Leute in die Augen ein auf der Straße.

00:16:32: Und wenn ich das Gefühl habe, dass irgendwas funkt, so ein bisschen.

00:16:35: Ich gucke immer, also ich gucke immer so nach hinten.

00:16:37: Und gucke, ob die gucken.

00:16:38: Man merkt, du kommst irgendwie aus einer anderen Kultur.

00:16:41: Ich versuche immer, Blickkontakt zu vermeiden.

00:16:43: Vor allem in Berlin auf der Straße.

00:16:45: Echt?

00:16:45: Ich weiß

00:16:45: nicht.

00:16:45: Ich mag das.

00:16:46: Ich mag diese kurze Begegnungen.

00:16:48: Ich muss sagen, in Berlin passiert mehr viel seltener als die Leute.

00:16:51: Also, ich bin ... Ich bin in

00:16:52: eine City.

00:16:53: Ja?

00:16:53: Da sieht sie ihn ja auch zum ersten Mal auf der Straße, Mr.

00:16:56: Big.

00:16:56: Ah, stimmt.

00:16:57: Und sie gucken sich in die Augen.

00:16:58: Stimmt.

00:16:59: Und ihr fällt dann alles runter.

00:17:00: Genau.

00:17:01: Ja, stimmt.

00:17:03: Ja, auch, ja, stimmt.

00:17:04: Ziste.

00:17:06: Auf jeden Fall habe ich hinter mir geguckt.

00:17:08: Und die beiden haben mich so richtig angestarrt.

00:17:10: Das war jetzt nicht so ein Blick.

00:17:11: Die haben richtig so einen zu mir geguckt.

00:17:13: Und dann dachte ich kurz, oh, habe ich irgendwas richtig peinliches an.

00:17:16: Was ist los?

00:17:17: Und war so verwährt.

00:17:18: Und ich hab ... Ich bin weitergelaufen, hab immer wieder nach hinten geguckt und hab mich so weiter ganz offensichtlich angeguckt und ich war so, okay, what's going on?

00:17:27: Und dann der eine, der war so, hey, komm mal her.

00:17:30: Und ich so.

00:17:31: Und es waren, nee, ich war siebzehn, die waren ganz klar älter, aber jetzt nicht ultraalt, aber für mich so sehr cool.

00:17:37: Und dann bin ich natürlich hingegangen, weil ich ja nicht vor nichts fürchte.

00:17:41: Und was wollten

00:17:42: sie?

00:17:42: Die waren so, ja, willst du einen Kaffee?

00:17:45: Und ich so, ja.

00:17:47: Ein Kaffee.

00:17:48: Es war am Mittag singen wir.

00:17:50: Es war, kann ich sagen, am Samstag Mittags.

00:17:53: Und dann haben die mir einen Kaffee gegeben und eine Tiggarete.

00:17:56: Ich hab mit denen geraucht und der eine war schwul und der ist dann weg.

00:18:00: Und dann bin ich mit dem anderen geblieben, der wirklich, also für mich dann mal so.

00:18:04: Und der Scheiß, das obercoolste, alles an ihm war obercool.

00:18:07: So, er hatte eine coole Frisur, der Timo Stasch.

00:18:10: Und dann

00:18:10: ist er noch grenzbar.

00:18:11: Genau.

00:18:12: Und er war Fotograf.

00:18:13: Wir haben ein Fotografer, aber nicht so Künstler, aber das zählt schon als Künstler, oder?

00:18:17: Ja.

00:18:17: Ich finde auch

00:18:18: Schauspieler sind Künstler.

00:18:19: Ja, stimmt.

00:18:20: Ja, genau.

00:18:21: Und für ihn war auch, also der war jetzt kein, weiß ich nicht, was, also für ihn war Fotografiekunst.

00:18:26: Also er wollte, er hat da gejobbt irgendwie, er hatte so ganz große Pläne, hat das sein ganzes Leben geplant, er wollte dann nach London, er hat sich beworben, war so eine ganz, ganz coole Schule, weiß ich nicht mehr, was das war.

00:18:36: Und danach wollte er dann nach New York und, ne, er hat das an der Referenz, also... Alle

00:18:41: Künstler wollen nach New York.

00:18:42: Alle Künstler

00:18:42: wollen nach New York.

00:18:43: Der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau,

00:18:55: der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war

00:19:01: ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein, ah genau, der war ... ... der war so klassisch, ich mein Genau, auf jeden Fall.

00:19:07: Der war so ganz kurz, als er zählte.

00:19:09: Er war so, ja, ich bin ja zweisprachig englisch, spazisch und so weiter.

00:19:13: Der war ja gar nicht egal.

00:19:14: Ich war so, nee, ich bin zweisprachig deutsch.

00:19:16: Aber egal.

00:19:17: Ich würde es nicht mal von mir sagen, dass ich zweisprachig ist.

00:19:19: Auf jeden Fall war er so ein Angeber.

00:19:22: Der war wirklich, der war drüber.

00:19:23: Der war eigentlich, jetzt denke ich nur mit dem Nachhinein so, was für ein Clown.

00:19:27: So, weißt du das?

00:19:28: Ja, weil man

00:19:29: jung ist.

00:19:29: Ich war

00:19:31: hin und weg.

00:19:32: Ich dachte, was ist das für ein... ... coole Person, so, ne?

00:19:36: Und das er mit mir spricht.

00:19:38: Er hat dir einen Kaffee gekauft.

00:19:40: Er hat mir einen

00:19:40: Kaffee ... Nee, der hatte gearbeitet.

00:19:42: Er hat mir einfach einen Kaffee geschenkt.

00:19:43: Ach so.

00:19:45: Okay, ich nehme alles zurück.

00:19:47: Genau, auf jeden Fall war ich da so ultra cool ... ... und kam mir selbst vor, als die coolste Sau aller Zeiten ... ... war ich mit diesen Typen auf der Straße einen Kaffee gesprochen ... ... und haben Kaffee getrunken habe.

00:19:57: Und dann ... ... hat er mich einfach geküsst.

00:20:01: Und ... ... ich war hin und weg.

00:20:03: Ich war so ... Why is this God kissing me?

00:20:08: God, ist das peinlich.

00:20:09: Aber es ist so lustig.

00:20:10: Die arme kleine Pauly.

00:20:14: Ich fand es richtig, richtig aufregend.

00:20:16: Und dann sind wir noch reingegangen.

00:20:18: Wir sind noch auf Club.

00:20:19: Wir haben nicht Sex gehabt.

00:20:21: Ich hatte da schon Sex gehabt.

00:20:22: Also ich war jetzt keine Ahnung.

00:20:23: Ich war jetzt nicht so erfahren wie heute, aber ich war jetzt nicht Jungfrau oder so.

00:20:28: Und wir haben nach Rom geknut, ich weiß noch, oh Gott, wie panik, ich weiß noch, ich hatte ein mal nur Ciao-T-Shirt an.

00:20:36: Und heute ist mir das jetzt sehr panik.

00:20:37: Ist egal.

00:20:38: Aber wir waren nach Rom geknut und ich war hin und weg und dann war ich so, ich musste aber nach Hause, ich musste zu meinen Eltern irgendwie essen.

00:20:44: Und dann war ich so, ja, ich muss irgendwie weg und dann war ich so, ja, gehen wir noch mal, bla, bla.

00:20:48: Ey, ich bin wie auf Wolken.

00:20:50: Deshalb daten die ja dann auch immer so eine Leute, weil es halt einfacher ist, kleine Mädchen zu beeindrucken.

00:20:56: Und

00:20:56: ich hab so angehiemeld, so, ich dachte, wie gesagt, es gibt niemanden cooleres auf dieser Welt, als dieser Typ.

00:21:03: Aber er hat in dem Kaffee dann gearbeitet.

00:21:05: Ja.

00:21:08: Schon cool, schon

00:21:09: cool.

00:21:11: Im Schulenbezirk.

00:21:12: Na gut, vielleicht cool, vielleicht cool,

00:21:15: ein bisschen.

00:21:16: Auf jeden Fall hab ich dann, wir haben geschrieben und haben ein Date gehabt.

00:21:21: Und es war, ich mein, es war cool.

00:21:26: Also für mich, ich muss, ich will sagen, es war für mich eine gute Erfahrung, weil ich erzähle gleich was, was vielleicht nicht so cool ist, aber ich will, ne, das Vorbild nehmen, ich bin damit fein.

00:21:36: So, ich finde, das war jetzt nicht schlimm.

00:21:38: Ich glaube, wer ist jemand anderes gewesen?

00:21:40: wäre es vielleicht nicht so fein gewesen, ehrlich gesagt.

00:21:43: Aber für mich war es wirklich fein.

00:21:44: Und ich kann dir jetzt nicht sagen, ob er das gespürt hat, dass es okay ist, oder ... oder er Glück hatte, dass er mich ... oder ich Glück hatte, was ich meine.

00:21:52: Also, pass auf, es war nämlich so.

00:21:54: Genau, wir haben ein paar Mal bedatet.

00:21:57: Ja, sich auch Zeit gegeben.

00:21:58: Also, da ... wir haben irgendwie ... wir haben was trinken und so weiter.

00:22:01: Und irgendwann mal bin ich mit ihm nach Hause.

00:22:04: Und wie gesagt, ich war ... also, ich hatte Sex gehabt und ich war ... erfahren, aber nicht so erfahren.

00:22:10: Und das war das erste Mal, dass jemand mich gefragt hat, ob er mich fresseln kann.

00:22:18: Und ich meine, ich hätte egal was sagen können, ich hätte ja gesagt, ne?

00:22:22: Ja.

00:22:23: Deswegen meine ich so, nee, wegen irgendwie, Dingsunterschied, also ein altes Unterschied und so weiter, glaube ich.

00:22:30: Ja, grinswertig, aber ich fand das ultra aufregend.

00:22:33: Also

00:22:33: beim ersten Mal Sex mit ihm wollte er dich direkt fresseln?

00:22:36: Ja, genau.

00:22:37: Und er hatte, das war cool, er hatte ... War ein cooler Typ.

00:22:41: Der hatte dieses... Wie heißt das, dieses Band, was so was Plastik ist?

00:22:45: Das ist Bondage Tape.

00:22:47: Kannst du das?

00:22:48: Ja, was ja ganz praktisch ist.

00:22:49: Man kann dann ganz schnell, die man fesseln und jetzt groß... Man

00:22:53: muss keine Schlüsse suchen.

00:22:54: Genau, keine Schlüsse.

00:22:55: Man muss jetzt nicht groß Künst mit Robes irgendwie machen können, Bondage und so.

00:22:59: Schibari

00:22:59: Kurs, zwei Wochen erst mal.

00:23:01: Genau.

00:23:01: Und er hat mich also festgenommen und hat mich schon hart durchfickt, würde ich sagen.

00:23:09: Ich fand es richtig, richtig geil.

00:23:13: Ich weiß noch sogar, was für Musik lief.

00:23:18: Und lustig.

00:23:19: Genau, er hatte einen mini, mini Zimmer in der WG.

00:23:22: Das war, ich schwöre dir, das war sechs Quadratmeter, gleich groß.

00:23:25: Er hat nur in ihrem Bett und mini...

00:23:27: Heißt er?

00:23:28: Ja, genau.

00:23:29: Aber natürlich alle, weil er hat ganz wenig bezahlt, haben was bezahlt und hat das ganze Geld gespricht, weil er nach London wollte, nach New York, und da braucht man natürlich Geld.

00:23:39: Genau, und er hatte mich in dieser, ich glaub, dieser Raum hatte nicht mal Fenster.

00:23:42: Es war wirklich, es war eigentlich ein... ein Schrank, denke ich.

00:23:47: Und er hatte so ein, ja, so eine Matratze, so eine neunzig Matratze wahrscheinlich.

00:23:53: Aber wenn man so begeistert von jemandem ist, ist das einfach egal.

00:23:55: Ich fand das alles

00:23:56: cool.

00:23:57: So, weil es war alles ultra cool.

00:24:00: Genau, aber er hat mich, er hat mich gefickt und dann war ich wie ein Wolken.

00:24:05: Ich weiß jetzt nicht, ich kann es nicht zusammen, es ist wirklich sehr lange Zeit her.

00:24:10: Aber ich glaube, dann gab es noch einen anderen Arm, wo er mich dann auch so gefesselt hat und so mein Mund gefickt hat, also so richtig so mouthfucking.

00:24:21: Und ich fast gekotzt hätte.

00:24:24: Was ich jetzt finde so okay für den Alter ist schon... also härter.

00:24:28: Ich fand es ultra geil.

00:24:30: Also, wie gesagt, mir hat das alles wirklich sehr viel großen Spaß gemacht.

00:24:33: Und ich bin mir sicher, ich habe auf jeden Fall kein Zeichen von mir gegeben, dass mir das nicht Spaß gemacht hat.

00:24:38: Hätte ich vielleicht ein Zeichen davon gegeben, hätte ich vielleicht auch das nicht gemacht.

00:24:40: Hat

00:24:40: er dir die Pausen gelassen, um theoretisch

00:24:44: zu sein?

00:24:44: Das weiß ich nicht mehr.

00:24:46: Aber du hast dich ja wohl damit gefühlt.

00:24:47: Ich habe

00:24:47: mich wohl gefühlt.

00:24:48: Genau.

00:24:49: Ich fand es crazy so, ne?

00:24:50: So für mich war es schon.

00:24:51: Ich dachte so, what am I doing here?

00:24:55: Am I crazy?

00:24:56: How cool am I?

00:25:00: Aber es war schon hart und ich weiß noch zum Beispiel, dass ich halt das zum Beispiel meine Freundinnen nicht erzählt habe, weil ich dachte, wenn ich das erzähle, dann machen sie sich Sorgen.

00:25:09: Die fanden das eh, wie mochten die alle nicht?

00:25:11: Sie fanden im weird oder zu alt, der creepy oder imy, ja, ich meine, der war ununerträglich, glaub ich, der war so angeberisch, was nur geht, der nur von sich selbst geredet.

00:25:21: Hast du

00:25:21: den mal gegoogelt inzwischen, ob was nach London und New York geschafft hat?

00:25:24: Ey, weißt du was, ich hab gestern ihm gesucht.

00:25:27: Und?

00:25:28: Pass auf.

00:25:29: Er arbeitet ja noch im Kaffee laden.

00:25:32: Er ist Life Coach.

00:25:34: Okay.

00:25:37: Ist das Kunst?

00:25:38: Oder kann das weg?

00:25:39: Das lass ich jetzt einfach so.

00:25:41: Und unsere Zuhörerinnen sind das für sich selbst beantwortet.

00:25:44: Kein

00:25:44: Coaching.

00:25:45: Kein

00:25:45: Training.

00:25:45: Kein Kommentar.

00:25:46: Crashing.

00:25:49: Auf jeden Fall.

00:25:50: Genau, war das so.

00:25:51: Und das war alles sehr aufregend.

00:25:52: Aber dann, und das ist wirklich, das finde ich wirklich scheiße, was er gemacht hat.

00:25:57: Hätte man vielleicht nicht gedacht von mir, aber gut, ich war da wirklich jünger.

00:25:59: Wir waren einmal aus mit meiner Freundesgruppe und seiner Freundin oder mit irgendwelchen Leuten ist auch egal, da renn ich aus und die Clubs machen in Madrid ja irgendwie um sechs oder sieben morgens zu und dann geht man manchmal so in Bas, die jetzt schon offen haben und trinken irgendwie Schokolade mit Churros oder sowas.

00:26:16: Und wir waren dann irgendwie rumgearbeitet und auf einmal, ich bin, ich stehe draußen im Rauche und ich drehe mich um Und sie durch den Schaufenster von dieser Bar, diesen Typen, damit meine Lesbische Freundin rumknutscht.

00:26:34: Nein.

00:26:34: Nein!

00:26:35: Und das Ding ist, diese Freunde von mir, ich meine, die fanden dem richtig, richtig bescheuert.

00:26:39: Die hat nur gelässt, gesagt, sie hat einen Typen, sie kann ihn, kann nicht.

00:26:42: Und dann, und die ist lesbisch.

00:26:43: Wirklich

00:26:44: lesbisch.

00:26:44: Ich finde das von der Freundin auch schlimmer als von dem Typen.

00:26:46: Ich

00:26:46: fand, ey, weißt du was, es war richtig scheiße.

00:26:49: Ich war total heartbroken.

00:26:50: Ich war nicht einfach, das ging nicht so darum, dass sie jetzt knutscht.

00:26:54: Ich hab mich total humiliated gefühlt.

00:26:58: Ja.

00:26:58: Ich dachte so, weißt du, ich ... Ich fand ihm ... Ich wusste dann, ich fand ihm einfach so cool.

00:27:03: Natürlich kann man jetzt nicht drüber lachen.

00:27:04: Ich kann drüber lachen, ich war siebzehn.

00:27:06: Aber in dem Moment war für mich einfach so unfassbar cool, dass ich mit so einem Typ zusammen bin.

00:27:12: Und vielleicht

00:27:14: fand sie ihn auch total cool und hat das immer nur anders gesagt, weil sie es dir nicht gönnen wollte, wenn sie dann doch mit ihm rumgemacht

00:27:20: hat?

00:27:20: Ganz ehrlich, nee, wirklich nicht.

00:27:22: Ich liebe sie.

00:27:23: Wir sind bis heute noch befreundet.

00:27:24: Ich hab sie ja längst verziehen.

00:27:28: Aber nee, sie waren wirklich bescheuert.

00:27:29: Ich glaub, er, wie er halt so war, der keine Ahnung, was in ihm war, hat sie einfach gekürst und sie ... Ich weiß gar nicht.

00:27:39: Ich hab sie damals konfrontiert und gesagt, warum hast du es eigentlich gemacht?

00:27:42: Vielleicht

00:27:44: auch ein gutes Thema für eine Folge.

00:27:45: Ja, stimmt.

00:27:46: Guter Punkt.

00:27:47: Ja, ja.

00:27:48: Ja, es war irgendwie absurd und sehr unnötig.

00:27:51: Und aber in dem Moment ist irgendwie... Es war vielleicht auch gut, in dem Moment ist mein Bild von ihm so gebrochen, aber ich hab gesagt, ey, es ist einfach wirklich, es ist wirklich nicht nahezu mehr.

00:27:59: Es ist echt kacke.

00:28:01: Und dann war ich so, okay, das ist...

00:28:04: Ja, das macht man nicht, vor allem, wenn du so jung bist.

00:28:07: Nee, eben.

00:28:08: Dann pass mal ein bisschen besser

00:28:10: auf.

00:28:10: Mach Schluss, bevor du mit anderen rummachst.

00:28:12: Ja,

00:28:13: vor mir.

00:28:14: Ja, es war einfach...

00:28:15: Fordy ist schon sehr doig.

00:28:17: Ja, also wirklich so in my face.

00:28:19: Und ich bin da reingegangen, aber so...

00:28:20: Hast du danach dann mit dem Schluss gemacht?

00:28:24: Ich glaube, das Ding ist, ich glaube, wir waren gar nicht offiziell zusammen.

00:28:26: Ich glaube, ich hab gedacht, oder weißt du, wir haben nicht darüber gesprochen.

00:28:29: Ich war nicht sein Freund, ne?

00:28:30: Offensichtlich.

00:28:33: Und ich glaube, wir haben... Ich war halt irgendwie, ich war, ich bin ultra stolz, ich bin ein ultra stolzer Mensch.

00:28:39: Ich hab mir natürlich nichts anmerken lassen, ich war so, na, hopp, du spart oder whatever.

00:28:43: Gut, vielleicht merkt man das.

00:28:45: Das wird ich von total.

00:28:47: Ja, stimmt.

00:28:48: Ja, keine Ahnung, auf jeden Fall.

00:28:49: Ich glaub, ich hab einfach nicht mehr geschrieben.

00:28:52: Das find ich aber stark von dir.

00:28:53: Ja, aber da ist mein Stolz viel größer als alles andere.

00:28:56: Das ist gut.

00:28:57: Ja, I don't know.

00:28:59: Doch, das ist gut.

00:28:59: Ja, vielleicht.

00:29:00: Das ist for me once, shame on you, for me twice, shame on me.

00:29:04: Das stimmt auch.

00:29:05: Ja, und das passiert mir zum Beispiel nicht.

00:29:07: Ich bin einfach viel zu stolz.

00:29:09: Ich finde, ich stolz ist nicht immer ein guter Begleiter.

00:29:12: In solchen Fällen auf jeden

00:29:13: Fall.

00:29:13: Ja, vielleicht schon.

00:29:15: Da war ich so ... Fuck you.

00:29:18: So, no, never no more.

00:29:22: Was sagen wir denn als Resumée?

00:29:24: Ich will keine Künstler mehr daten.

00:29:29: Nee, ich ... Also Red Flag für dich.

00:29:32: Ganz klar.

00:29:33: Ja.

00:29:34: Ja?

00:29:34: Ja.

00:29:35: Ganz klar.

00:29:36: Eigentlich ausgeschlossen.

00:29:37: So, hundert pro.

00:29:37: Never, never will I ever.

00:29:40: Können wir auch von den nächsten fünf bis zehn Jahren reden?

00:29:45: Okay, Dio, fair.

00:29:46: Erst mal keine Küsse, klar.

00:29:48: Erst

00:29:48: mal keine

00:29:48: Küsse.

00:29:49: Ich habe keine Durst, nochmal Muse zu sein für jemanden.

00:29:51: Ich finde das anstrengend.

00:29:54: Man fühlt sich wirklich nicht wie ein gleichberechtigter Partner.

00:29:57: Man fühlt sich eher als... jemand, der dort ist und gar kein richtiger Mensch ist mit eigenen Gefühlen, sondern eher eine Kunstperson.

00:30:06: Du wirst zur Kunstperson als Freundin von dem Künstler.

00:30:11: Ja, das macht Sinn und das hätte ich auch nicht gerne.

00:30:14: Aber ich glaube, ich will jetzt irgendwie, ich habe mich jetzt richtig krass gegen einen Künstler in den Gebäsch.

00:30:21: Ich glaube nicht alle sind so.

00:30:22: Natürlich sind nicht alle so.

00:30:24: Es gibt gute Menschen, es gibt gute ... Ja, anfühlsame, respektvolle, coole Menschen, die im Kunst machen.

00:30:33: Und ich schließe das überhaupt nicht aus, weil ich glaube, das sind auch trotzdem...

00:30:35: Am Ende sind wir wahrscheinlich auch selber ein bisschen Künstler.

00:30:38: Ihm,

00:30:38: ich würde schon sagen, dass ich auch Kunst mache.

00:30:42: Ich würde sagen, ich würde nicht sagen, dass alle die Pornos, die ich mache, Kunst sind.

00:30:46: So nicht, aber ich glaube schon, dass ich Masche von den Pornos, die ich mache, künstlerisch in Anspruch habe.

00:30:51: Und ich mache ja auch andere Sachen.

00:30:54: Und ich finde ja, Ich meine, es gibt auch ein Grund, warum Künstler auch gesellschaftlich und für andere Menschen so spannende Menschen sind, weil es sind auch spannende Menschen.

00:31:04: Meine Mutter ist ja auch Künstlerin.

00:31:06: Sie hat eine Beziehung und kann das auch ganz gut.

00:31:08: Ja, siehste.

00:31:10: Deswegen, ich würde sagen, Green Flag, aber natürlich darf man nicht sozusagen nur, weil der Mensch eben diesen Künstlerstatus, Künstlerinstatus hat, dann bestimmte Sachen irgendwie durchgehen lassen, sondern... Es muss sich an die Grund, an die gleiche.

00:31:24: Vielleicht

00:31:24: muss ich auch mein Künstler Trauma einfach mal bewältigen und bin dann auch wieder offener, was das Thema angeht.

00:31:31: Vielleicht brauchen wir ja genau bessere Erfahrungen, um die schlechte Erfahrungen wieder zu relativieren.

00:31:37: Es hat ja auch viel Positives.

00:31:39: Künstler sind so, wie ich es erlebe, romantischer.

00:31:43: So was wie mit Kerzen an der Badewanne.

00:31:45: Es ist einfach schön.

00:31:47: Und ich glaube, dafür haben sie mehr Sinn teilweise.

00:31:50: Ja.

00:31:51: Und warst du was mir noch empfällt?

00:31:52: Der Typ hat mir drei Fotografien geschenkt.

00:31:56: Ja?

00:31:56: Du musst das nichts kaufen.

00:31:56: Ich

00:31:57: musste nichts kaufen.

00:31:58: Und nicht

00:31:58: mal den Kaffee bei ihm im Laden kaufen.

00:31:59: Nicht mal das, ja.

00:32:01: Also siehst du, das sind alle ein bisschen anders.

00:32:05: Ja.

00:32:06: Das war Pauli Hochzwein.

00:32:08: Danke, dass du mit uns durch die Untiefen von Dating, Sex und Emotionen geschwommen bist.

00:32:13: Wenn du uns was zu erzählen hast... Liebesgeständnisse, Date-Dramen oder deine absurdesten Stacks, Sorry's, schreibt uns einfach auf Instagram.

00:32:22: Wir freuen uns über alles, außer Dickpicks, ohne Kontext.

00:32:27: Die bitte direkt an Paulita.

00:32:30: Und wenn dir Pauli auch zwei gefällt, abonnier uns, gebt uns fünf Sterne und erzählt seine Situationship.

00:32:35: Oder deine Therapeutin.

00:32:36: Bis zum nächsten Mal, bleibt geil, ehrlich und ein bisschen verwirrt.

00:32:48: Der Spiegel hat JoyClub mal als eine Parallelwelt beschrieben, in die sich Menschen begeben, wenn ihnen die reale Welt zu spießig ist.

00:32:56: Du findest dort Date und Kiki Partys in deiner Nähe, kannst dich im Livestream austoben und in der Mediathek Filme, übrigens auch Filme mit mir, schauen.

00:33:06: Oder du schaust erstmal explizite Sex-Edo-Kurse von Selbstliebe über Kundelingus bis Analsex.

00:33:13: JoyClub bittet verdammt viele Möglichkeiten, dich zu entdecken und auszuleben.

00:33:17: Alle Spielarten sind willkommen, Hauptsache, einvernehmlich.

00:33:21: Das Schönste?

00:33:22: Mit dem Code PAWLY II erhältst du sieben Tage Premium umsonst.

00:33:27: Einfach kostenlos auf www.joyclub.de anmelden, dann über den Link in den Shownutz den Code PAWLY II einlösen.

00:33:34: Fertig.

00:33:35: Dankeschön.

00:33:39: Produktion, Studio, thirty-six.

00:33:41: Danke, Nico Wessel, fürs Mitdenken, Mitfühlen und Mitlaschen.

00:33:46: Aufgenommen im Provokateur Hotel Berlin.

00:33:49: Der einzige Wartender, den wir wirklich zur Ruhe kommen.

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